Inkontinenz

Von einer Blasenschwäche bzw. Harninkontinenz spricht man, wenn Harn unwillkürlich abgelassen wird und Betroffene kaum oder keine Kontrolle darüber haben. Eine Harninkontinenz kann verschiedene Ursachen haben, so dass bei einer Inkontinenzberatung die Ursachenforschung immer der erste Schritt sein muss. Es kann beispielsweise eine verhältnismäßig leicht zu behandelnde Harnwegsentzündung vorliegen oder auch eine durch Geburten bedingte Überdehnung der Haltebänder des Beckenbodens.
Bei der Inkontinenz ist zu unterscheiden ob es sich um eine Belastungsinkontinenz, eine Inkontinenz auf Grund einer Senkung oder eine überaktive Blase handelt.
Erst nach einer sorgfältigen Diagnostik kann z.B. durch eine medikamentöse Therapie oder durch bestimmte Beckenbodengymnastik das Problem gelindert oder behoben werden.

Konservative Therapiemöglichkeiten bei Belastungsinkontinenz:

  • Sorgen Sie für eine ausreichende Durchblutung der Scheide, z.B. mit hormonhaltigem Gel
  • Sind Sie übergewichtig? Eine Reduktion des Körpergewichtes von >5 % kann schon eine Verbesserung der Beschwerden herbeiführen
  • Durch regelmäßiges Beckenbodentraining können Sie eine gute Prophylaxe betreiben aber auch eine beginnende Inkontinenz wieder stabilisieren. Zusätzlich dient Beckenbodentraining auch zur Unterstützung aller anderen Therapieoptionen und kann auch mit einem Gerät zur Stimulation (Biofeedback) ergänzt werden.
  • Pessartherapie: ein Silikonring oder -würfel wird in die Scheide eingelegt

 

Erbringen die konservativen Therapieverfahren keine Besserung der Symptomatik, kann der Frau bei entsprechendem Leidensdruck auch zu einer Operation geraten werden. Das jeweilige Operationsverfahren muss individuell auf jede Patientin angepasst werden.

Aus einem Schamgefühl heraus werden die Beschwerden oft verschwiegen und ein Rückzug aus dem sozialen Umfeld findet statt. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben. Wir nehmen uns Zeit für Sie.

 

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